Wie schon der Jazz, hat auch der Gospel seine Wurzeln in den Spirituals und dem Blues.
Die Afroamerikaner, die damals als Sklaven in die neue Welt kamen, sangen, um ihre Gefühle auszudrücken und die Sklavenarbeit zu erleichtern.
Schon bald dienten diese sogenannten „Call and response“ Songs auch als Hilferuf.
Die Sklaven nutzten die Lieder, um sich der Underground Railroad, einer Hilforganisation, mitzuteilen.

Aus den Spirituals entstand letzten Endes der Gospel, bei dem mit vollem Körpereinsatz gesungen wird.
Die alten Leidensgesänge erinnerten die Sklaven an die schreckliche Zeit, so dass sie die Spirituals umdichteten, erstmals wirkliche Texte hinzufügten und sie mit Klatschen und Stampfen der Füße rhythmisch begleiteten.
Aufgrund der Verhältnisse zwischen den afroamerikanischen Sklaven und dem Gospel, werden die 20er Jahre unter anderem auch die Black Renaissance genannt.
Der Gospel war geboren und fand seinen ersten Komponisten- Thomas A. Dorsey.
Mit religiösen Texten aus der Bibel wurden außergewöhnliche Songs geschrieben, die häufig in Kirchen gesungen wurden.
Ab 1915 bis 1925 fanden auch erste Gospelsongs auf Theaterbühnen oder in Konzerthallen statt.
Der Gospel hat sich bis heute weiterentwickelt und begeistert immer mehr Zuschauer von seiner Spiritualität.
Besonders in den Vereinigten Staaten von Amerika wird der Gospel im Chor verstärkt in Kirchen oder auch anderen Einrichtungen praktiziert.
Selbst in Deutschland gibt es bisher zahlreiche Gospelchors, welche zum Teil aus afroamerikanischen, zum Teil auch aus deutschen Bürgern bestehen.

Der Gospel ist eine der außergewöhnlichsten und gleichzeitig vertrautesten Musikrichtungen weltweit.
Viele Menschen verbinden mit den biblischen Texten, der Kirche und dem Gospel die Nähe zu Gott.
Das Klatschen und Stampfen der Füße, die jubelnden Bewegungen und die entspannte Atmosphäre strahlen Freiheit aus, die so viele der damaligen Sklaven nicht erleben durften.
Gerade aus diesem Grund ist der Gospel in seiner Mentalität, aber auch im deutschen Raum sehr geschätzt und verschafft den Zuhörern eine Gänsehaut.